Der Fall Daniel Kollnig

Am 06.01.2026 wird Daniel Kollnig in der Westukraine festgenommen, ihm drohen bis zu 5 Jahre Haft.

Er hatte einer in Österreich lebenden Ukrainerin auf ihre Bitte hin geholfen, ihr vom Ex-Mann aus Österreich entführtes Kind zurückzubekommen. Die Mutter hat ein ukrainisches Gerichtsurteil, laut dem das Kind bei ihr zu leben hat – trotzdem waren alle Versuche bei österreichischen und ukrainischen Gerichten, ihre Tochter zurückzubekommen, erfolglos.

Obwohl Herr Kollnig ohne den Vorsatz, das Kind zu entführen, ausschließlich auf Bitte und unter ständiger Anwesenheit der alleinig obsorgeberechtigten Mutter gehandelt hatte – womit keine Straftat vorliegt – wird er wegen Kindesentführung angeklagt. Es drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

Seit Beginn des Verfahrens erlebt Herr Kollnig laufend Verletzungen seiner (Menschen-)Rechte – es ist offensichtlich, dass er nicht mit einem fairen und objektiven Verfahren rechnen kann, und es besteht großer Grund zur Sorge, dass es wirklich zu einer Verurteilung kommen wird.

JU§T FAIR unterstützt Herrn Kollnig bei bürokratischen Themen (z. B. Einholung von Apostillen), mit Kampagnen, umfassender Medienarbeit im In- und Ausland und direkter Kommunikation zu Politiker*innen in Österreich, der EU und der Ukraine, um auf seinen Fall aufmerksam zu machen und Unterstützung auf verschiedenen Aktionsebenen zu generieren.

Pressekonferenz im Steirischen Presseclub zum Fall Daniel Kollnig, 20.04.2026
Pressekonferenz im Steirischen Presseclub, 20.04.2026: „Ehrenamtlichem Flüchtlingshelfer drohen 5 Jahre Haft in der Ukraine“.